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	<title>Out of my mind &#187; Prosa</title>
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	<description>Der schmale Grat zwischen Genie und Wahnsinn</description>
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		<title>Out of my mind &#187; Prosa</title>
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		<title>Auszug aus einem noch namenlosen Werk</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Nov 2007 22:05:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jalea</dc:creator>
				<category><![CDATA[Prosa]]></category>

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		<description><![CDATA[„Eines ist klar: Ich muss dringend hier weg. Wenn ich nicht bald etwas Abwechslung bekomme, ersticke ich.“ Svea nickte zustimmend. Wie jeden Morgen saß sie zusammen mit Basti in ihrer gemeinsamen Küche und trank starken Kaffee, während ihr Mitbewohner schon die zweite Schüssel Schokoladenmüsli in sich reinstopfte.
„Weißt du&#8230;“ redete dieser gemächlich kauend weiter, „das Leben [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=jalea.wordpress.com&blog=1818360&post=66&subd=jalea&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>„Eines ist klar: Ich muss dringend hier weg. Wenn ich nicht bald etwas Abwechslung bekomme, ersticke ich.“ Svea nickte zustimmend. Wie jeden Morgen saß sie zusammen mit Basti in ihrer gemeinsamen Küche und trank starken Kaffee, während ihr Mitbewohner schon die zweite Schüssel Schokoladenmüsli in sich reinstopfte.<br />
„Weißt du&#8230;“ redete dieser gemächlich kauend weiter, „das Leben ist wie ein irrsinnig verzweigtes Schienennetz. Und manchmal musst du die Notbremse ziehen und aus deinem 1.-Klasse-Abteil im ICE in den Güterzug springen, der gerade vorbeifährt.“<br />
„Und wohin fährt dein Güterzug?“<br />
„Das ist mein Problem. Die Fahrtzielanzeige ist ausgefallen und die Zugbegleiter streiken. Ich hoffe einfach, dass er nicht zehn Kilometer weiter an einer Felswand zerschellt.“</p>
<p>Nachdenklich rührte Svea in ihrem Kaffee. Am Vorabend hatte sie gehört, wie Basti in seinen chaotischen 15 Quadratmetern herumwühlte. Nach einigem Gepolter und Geklirr, das verdächtig nach zerbrechender Keramik klang, war er in der Wohnküche aufgetaucht.<br />
„Die Palme braucht einen neuen Topf.“<br />
Mit diesen Worten hatte er sich die verschwitzten Haare aus dem Gesicht gestrichen, dabei einen Streifen feuchter Pflanzenerde auf seiner Stirn hinterlassen und war wieder verschwunden. Aus Sorge, Basti würde womöglich am aufgewühlten Staub der Jahre ersticken oder von seinem stets vor Überlast schwankenden Bücherregal erschlagen werden, war Svea ihm in sein Zimmer gefolgt.<br />
„Ich räume auf.“<br />
„Das sehe ich &#8230;“</p>
<p>Svea merkte plötzlich, wie Bastis Blick auf ihr ruhte und schreckte auf.<br />
„Du warst gerade ganz schön weggetreten,“ meinte dieser.<br />
„Du willst es also wirklich durchziehen?“<br />
Er schwieg sie an.<br />
„Du weißt was ich meine. Gestern Abend hast du das erste Mal aufgeräumt seit unserem Einzug vor drei Jahren. Und ich hab deinen gepackten Rucksack gesehen.“</p>
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		<title>Die Bahn kommt</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Feb 2006 12:04:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jalea</dc:creator>
				<category><![CDATA[Prosa]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich weiß nicht, ob ich dich vermissen werde. Ich stehe hier am Bahnhof: in 7 Minuten, laut Plan, wird der Intercity einfahren, ich werde einsteigen und in drei Stunden mit einem Berg Gepäck im Hauptbahnhof der Hauptstadt stehen. Einige hundert Kilometer entfernt von dir werde ich mein Leben aufbauen &#8211; nah genug, um sich in [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=jalea.wordpress.com&blog=1818360&post=26&subd=jalea&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Ich weiß nicht, ob ich dich vermissen werde. Ich stehe hier am Bahnhof: in 7 Minuten, laut Plan, wird der Intercity einfahren, ich werde einsteigen und in drei Stunden mit einem Berg Gepäck im Hauptbahnhof der Hauptstadt stehen. Einige hundert Kilometer entfernt von dir werde ich mein Leben aufbauen &#8211; nah genug, um sich in einem Anfall von Sehnsucht ins Auto zu setzen und noch am gleichen Tag anzukommen, aber doch weit genug, um dir nicht plötzlich beim Gemüsehändler um die Ecke gegenüber zu stehen. Werde ich dich vermissen? Habe ich dich bisher vermisst? Wir lebten nur eine handvoll Kilometer auseinander, bewegten uns daher oft im gleichen Viertel der Stadt. Dennoch hielten sich unsere Begegnungen in engen Grenzen. Keine Ahnung, woran das lag, ich habe nie mit dir über deine gewöhnlichen Tagesabläufe gesprochen, doch sie mussten sich von meinen sehr unterscheiden. Eine überraschende Erkenntnis, wenn man weiß, wie viel wir gemeinsam haben. Man müsste sie anzweifeln. Man wäre verpflichtet, sie anzuzweifeln. Man könnte denken, dass wir uns einfach meist übersehen haben, aber das scheint mir so gut wie unmöglich. Seit wir vor drei Jahren mehr miteinander zu tun bekamen, spürte ich deine Anwesenheit, sah ich unwillkürlich in deine Richtung, erkannte ich dich selbst beim schlechtesten Wetter auf 100 Meter Entfernung. Wir sehen uns seit einiger Zeit seltener, aber diese Verfeinerung der Sinne hat mich nie verlassen.<br />
Die Bahn kommt, und immer noch in meine wandernden Gedanken versunken sammle ich meine Gepäckstücke auf und betrete Abteil 9, Reservierung auf Platz 20. Mühsam hieve ich die zwei prall gefüllten Reisetaschen in die Gepäckablage. Eine Hand taucht neben den meinen auf und hilft mir, alles da so zu fixieren, dass die nächste Kurve keine Lawine auslösen wird. Ich spüre, wie meine Aufmerksamkeit bis zum Anschlag gestiegen ist, meine Sinne konzentriert auf Vergleiche mit unzähligen Erinnerungen und wie sich nach Sekundenbruchteilen der Analyse ein erkennendes Lächeln auf mein Gesicht schleicht.</p>
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		<title>Die Bahn kommt</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Feb 2006 12:04:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jalea</dc:creator>
				<category><![CDATA[Prosa]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich weiß nicht, ob ich dich vermissen werde. Ich stehe hier am Bahnhof: in 7 Minuten, laut Plan, wird der Intercity einfahren, ich werde einsteigen und in drei Stunden mit einem Berg Gepäck im Hauptbahnhof der Hauptstadt stehen. Einige hundert Kilometer entfernt von dir werde ich mein Leben aufbauen &#8211; nah genug, um sich in [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=jalea.wordpress.com&blog=1818360&post=27&subd=jalea&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Ich weiß nicht, ob ich dich vermissen werde. Ich stehe hier am Bahnhof: in 7 Minuten, laut Plan, wird der Intercity einfahren, ich werde einsteigen und in drei Stunden mit einem Berg Gepäck im Hauptbahnhof der Hauptstadt stehen. Einige hundert Kilometer entfernt von dir werde ich mein Leben aufbauen &#8211; nah genug, um sich in einem Anfall von Sehnsucht ins Auto zu setzen und noch am gleichen Tag anzukommen, aber doch weit genug, um dir nicht plötzlich beim Gemüsehändler um die Ecke gegenüber zu stehen. Werde ich dich vermissen? Habe ich dich bisher vermisst? Wir lebten nur eine handvoll Kilometer auseinander, bewegten uns daher oft im gleichen Viertel der Stadt. Dennoch hielten sich unsere Begegnungen in engen Grenzen. Keine Ahnung, woran das lag, ich habe nie mit dir über deine gewöhnlichen Tagesabläufe gesprochen, doch sie mussten sich von meinen sehr unterscheiden. Eine überraschende Erkenntnis, wenn man weiß, wie viel wir gemeinsam haben. Man müsste sie anzweifeln. Man wäre verpflichtet, sie anzuzweifeln. Man könnte denken, dass wir uns einfach meist übersehen haben, aber das scheint mir so gut wie unmöglich. Seit wir vor drei Jahren mehr miteinander zu tun bekamen, spürte ich deine Anwesenheit, sah ich unwillkürlich in deine Richtung, erkannte ich dich selbst beim schlechtesten Wetter auf 100 Meter Entfernung. Wir sehen uns seit einiger Zeit seltener, aber diese Verfeinerung der Sinne hat mich nie verlassen.<br />
Die Bahn kommt, und immer noch in meine wandernden Gedanken versunken sammle ich meine Gepäckstücke auf und betrete Abteil 9, Reservierung auf Platz 20. Mühsam hieve ich die zwei prall gefüllten Reisetaschen in die Gepäckablage. Eine Hand taucht neben den meinen auf und hilft mir, alles da so zu fixieren, dass die nächste Kurve keine Lawine auslösen wird. Ich spüre, wie meine Aufmerksamkeit bis zum Anschlag gestiegen ist, meine Sinne konzentriert auf Vergleiche mit unzähligen Erinnerungen und wie sich nach Sekundenbruchteilen der Analyse ein erkennendes Lächeln auf mein Gesicht schleicht.</p>
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		<item>
		<title>Worte heute ausverkauft</title>
		<link>http://jalea.wordpress.com/2006/01/07/worte-heute-ausverkauft/</link>
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		<pubDate>Sat, 07 Jan 2006 12:34:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jalea</dc:creator>
				<category><![CDATA[Prosa]]></category>

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		<description><![CDATA[Teil 1 (Fortsetzung nicht garantiert)
„Oh&#8230; hey. Was machst du denn hier?“ Scheiße, was für ein Gestammel. Und dazu auch noch die sinnlosesten Worte, die man hätte sagen können. Sie selbst pflegte diese Frage mit ‚Snowboarden’ oder, falls es Winter war, mit ‚Wasserski fahren’ zu beantworten. Andererseits war ihre Reaktion schon ein wenig berechtigt gewesen, wenn [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=jalea.wordpress.com&blog=1818360&post=23&subd=jalea&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><strong>Teil 1</strong> (Fortsetzung nicht garantiert)</p>
<p>„Oh&#8230; hey. Was machst du denn hier?“ Scheiße, was für ein Gestammel. Und dazu auch noch die sinnlosesten Worte, die man hätte sagen können. Sie selbst pflegte diese Frage mit ‚Snowboarden’ oder, falls es Winter war, mit ‚Wasserski fahren’ zu beantworten. Andererseits war ihre Reaktion schon ein wenig berechtigt gewesen, wenn man bedachte, dass es bereits zwei Uhr morgens war. Sicher, er wohnte nur 10 Minuten von der Straßenecke am Graben entfernt, aber er wusste schließlich nicht, dass sie das wusste. „Spazierengehen.“ Als wäre es das Normalste der Welt, mitten in der Nacht, mitten im Januar. „Ja, ich auch.“ Wenn sie nicht schnellstens etwas Geistreicheres von sich gab, würden sie sich innerhalb der nächsten fünf Sekunden verabschieden. Während sie krampfhaft nach etwas suchte, das man einem Bekannten sagen könnte, dem man unter diesen Umständen auf der Straße begegnet, stieg Panik in ihr auf und sie hoffte, dass er das nicht in ihren Augen sehen könnte. Anzeichen dafür machte er nicht, aber wer wusste das schon. Sie konnte das bei ihm nie so genau sagen.“Schöne Gegend hier, nicht?“ Autsch. Schnell fügte sie stotternd hinzu: „Was machst du so am Wochenende?“ Oh verdammt, das war’s dann wohl. Hatte ihr Hirn sie jetzt völlig im Stich gelassen? Sie spürte, wie ihre Gesichtshaut die knallrote Farbe ihrer Haare annahm und sah ihm zögernd in die Augen, die sichtlich überrascht zurückstarrten.</p>
<p><em>Ja &#8230; Landgraben + Musik = Tagträume<br />
Tagträume + Papier + Stift = Text.</em></p>
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	</item>
		<item>
		<title>If you can’t walk, you have to run.</title>
		<link>http://jalea.wordpress.com/2006/01/04/if-you-can%e2%80%99t-walk-you-have-to-run/</link>
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		<pubDate>Wed, 04 Jan 2006 20:23:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jalea</dc:creator>
				<category><![CDATA[Prosa]]></category>

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		<description><![CDATA[Wieder. Schon wieder. Schon wieder hetzte Jara die Straßen ihres monotonen Viertels. Haus an Haus, Minigarten an Minigarten, geputzte Fassaden, ein paar wenige mürrische Gesichter hinter den geputzten Fenstern und den Rüschengardinen. Schon seit sie vor einer halben Stunde losgelaufen war, wollte Jara nur noch Tränen auf ihrem Gesicht spüren, sich aus vollem Lauf auf [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=jalea.wordpress.com&blog=1818360&post=21&subd=jalea&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Wieder. Schon wieder. Schon wieder hetzte Jara die Straßen ihres monotonen Viertels. Haus an Haus, Minigarten an Minigarten, geputzte Fassaden, ein paar wenige mürrische Gesichter hinter den geputzten Fenstern und den Rüschengardinen. Schon seit sie vor einer halben Stunde losgelaufen war, wollte Jara nur noch Tränen auf ihrem Gesicht spüren, sich aus vollem Lauf auf eine Wiese am Flusshang werfen, dort liegen bleiben und an nichts mehr denken müssen. Stattdessen hastete sie kopflos die Gassen entlang, getrieben von diesen unsäglichen Gedanken und den lebhaften Bildern in ihrem Kopf. Kurz nach ihrem Aufbruch wäre sie fast mit voller Absicht gegen einen Laternenmast gelaufen, wenn nicht vorher ihre schweren Schuhe ungebremst mit diesem zusammengestoßen wären und sie der heftige Aufprall wieder halbwegs zur Besinnung gebracht hätte. Ab und zu schloss Jara die Augen, in der Hoffnung, dass der Film vor ihrem Gesicht dadurch verschwinden würde. Er tat ihr natürlich nicht den Gefallen und trat noch deutlicher hervor, und mit jedem Detail sah sie den vergangenen Vormittag und fühlte sich dabei, als würde ihr ein Messer in den Magen gestoßen und dort langsam hin- und hergedreht. Wie in einem Kinderkarussell kreisten die Sätze in ihrem Kopf, von denen sie jedes Mal an Tagen wie diesen geplagt wurde:<br />
„Wozu hast du dir Hoffnung gemacht?“<br />
„Wieso bekommst du den Mund nicht auf?“<br />
„Das kann doch nicht so schwer sein.“<br />
„Richtiger Moment – richtiger Ort – Falsches Hirn“<br />
„Warum ich?“<br />
„Warum er?“<br />
Und auf dem selben Jahrmarkt lief gleichzeitig ein zweites Karussell, das ihr die Bilder der verpassten Chancen zeigte und sie all die nichtgesagten Sätze hören ließ. Immer schneller wirbelten die Drehscheiben, bis alles zu einem riesigen Farbenwirbel verschmolz und sich schließlich die Bestandteile lösten, ineinander krachten und miteinander friedlich im Chaos versanken. Ungefähr zeitgleich erreichte Jara die Brücke über den Landgraben und wechselte innerhalb von wenigen Millisekunden von fast schon rennendem Lauf zu völligem Stillstand. Wasser. Fließen. Ruhe. Sie wusste nicht warum, aber dieser Ort strahlte eine seltsame Ruhe aus, von der sie glaubte, dass nur sie allein diese gerade dort empfand. Sie stieß sich von der niedrigen Steinmauer ab, die wohl ein Brückengeländer ersetzen sollte und betrat den schmalen Pfad links neben dem Graben. Er war wie fast immer völlig verschlammt und die Brennnesseln wucherten am Hang wie eh und je. Wie in Trance bewegte sich Jara auf die Steinstufen zu, die hinab zum Wasser führten, überwand drei von ihnen und ließ sich knapp über dem Eis auf ihnen nieder. Sie wusste nicht, wie lange sie dort saß und es war ihr auch ziemlich egal. Die wenigen Menschen, die vorbeikamen, interessierten sich nicht für sie, sahen sie wahrscheinlich auch nicht und sie war froh darüber. Einmal schien sich jemand zu fragen, was sie da machte, doch sie reagierte mit strategischer Nichtbeachtung. Als sie schließlich wieder aufstand, hatte sich ein schwerer Nebel aus Wasser und Staub über den eingestürzten Jahrmarkt gelegt.</p>
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