Man stelle sich Folgendes vor: Jemand möchte mal wieder Joggen gehen. Es ist 18 Uhr im Februar, also stockdunkel. Derjenige sucht sich eine Route am ortseigenen Fluss aus, fährt hin und läuft nichtsahnend los. Schnell merkt die Person, dass sie wohl den falschen Weg erwischt haben muss. Dieser neigt sich nämlich recht bedenklich Richtung Wasser, ist rutschig und unbefestigt und mutet mehr wie ein Trampelpfad an also wie eine häufig benutze Joggingstrecke. Unser Protagonist macht sich nichts daraus, denn irgendwann muss der Pfad schließlich auf den asphaltierten Weg treffen, der auf dieser Seite des Flusses entlangführt. Nach einem Zwischenfall mit beunruhigtem Federvieh im Unterholz – inzwischen sind gut 10 Minuten vergangen – freut sich der Läufer, denn er sieht eine Böschung und eine zivilisierte Straße. Doch oh Schreck, ein Tor! Verschlossen, mit Zaun links und rechts davon. Das Gelände stellt sich als Privatgelände eines Bootsvereins heraus. Der Jogger, mittlerweile recht erschöpft vom Stolperlauf am Rande des Flusses, möchte nicht umdrehen. Todesmutig wagt er sich also weiter auf das Grundstück, hofft, dass sich der Bootsverein keinen Wachhund leisten kann und sucht nach einer Lücke im Zaun. Lücken sind da keine, der Drahtzaun ist ordentlich im Boden befestigt, doch endlich: Der Verein bewahrt einen Haufen Gestein am Rande der Begrenzung auf. Der Sportler zögert nur kurz, wirft dann zuerst seine Trinkflasche auf die ausgestorbene Straße auf der anderen Seite und springt direkt hinterher.
Und so setzte er seinen Lauf fort, wünschte sich einige Male eine Stirnlampe herbei und kam schließlich nach 10 Kilometern erschöpft am Ausgangsort an.
Übereinstimmungen mit lebenden Personen sind nicht beabsichtigt und reiner Zufall.
Oder?
Du bist auch n Hirsch *lach*
Von: ÄÄÄÄÄnja am März 26, 2008
um 8:49