Lange keinen so beschissenen Tag erlebt wie gestern. Fing damit an, dass mein Vater das Badezimmer besetzt hielt, als ich gerade aufstehen wollte – Nein, ohne Dusche bin ich nicht wach und nein, ohne wach kann ich auch nicht mein Kurzzeitgedächtnis mit dem Potsdamer Abkommen und der Politik der Besatzungsmächte von 1945 – 47 füllen. Nachdem ich dann irgendwann mal ins Bad durfte, hatte ich ein paar Meinungsverschiedenheiten mit dem Wetter – Merke: Profilfreie Schuhe + Fahrrad + Schnee in den Augen + Vereiste Straße = Schmerzhaft. Huch, wo kommt denn das Blut her? Und DAS wäre garantiert nicht passiert, wenn diese verfluchte weiße Hölle endlich verschwinden würde, so. Egal, man denkt ja positiv, also weitergefahren, 10 Sekunden vor Herrn K. das Geschichtszimmer betreten und den Test? Klar, ordentlich in den Sand gesetzt. Nach Verlassen der Irrenanstalt in fünf Stunden am Stück die Musikhausarbeit geschrieben, die ich eigentlich schon vor Wochen oder wenigstens letztes Wochenende fertig haben wollte. Der Drucker hat natürlich prompt Arbeitsverweigerung verkündet, wäre ja auch zu schön gewesen.
Auswirkungen auf den heutigen Tag: Dauernasse Klamotten, durchweichte Schuhe, Erschöpfung schon am frühen Nachmittag und Hang zur Fressorgie.
Ich darf kurz positiv anmerken: Es regnet! Tauwetter! Jemand hat mir den Gefallen getan, die Wetterfee umzubringen!